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PRO·NON Qualitätsmanagement:Wie uns unsere Klienten beurteilenDr. Harald Meyer, Geschäftsführer und Qualitätsbeauftragter von PRO·NON e.V.Die Therapeutinnen und Therapeuten von PRO·NON e.V. sind ständig bemüht, ihre Dienstleistung zu verbessern: die Sprechstundenzeiten und Räumlichkeiten so kundenfreundlich wie möglich zu gestalten, ihre therapeutischen und beraterischen Fähigkeiten zu steigern, noch genauer auf die spezielle Situation jeder einzelnen Klientin / jedes einzelnen Klienten einzugehen, usw. Wie die Leserinnen und Leser unserer Jahresberichte wissen: Seit April 2004 erhält jede Klientin / jeder Klient gegen Ende der Maßnahme einen Fragebogen, in dem sie / er mitteilen kann, wie zufrieden oder unzufrieden sie / er mit der Dienstleis-tung ihrer oder ihres Therapeuten war. Der Fragebogen umfasst elf Fragen (s. Tabelle 1):
Rechts neben jeder Frage befindet sich eine Einschätzungsskala, die an den Endpunkten mit "Sehr zufrieden" bzw. "Sehr unzufrieden" gekennzeichnet ist. So kann die Klientin / der Klient durch Ankreuzen sehr leicht seine Zufriedenheit oder Unzufriedenheit mitteilen. Zusammen mit dem Fragebogen erhält die Klientin/der Klient einen frankierten Briefumschlag, ohne Absender (die Antwort soll anonym bleiben), der an die Geschäftsstelle adressiert ist. So gelangen die Fragebögen direkt an den Qualitätsbeauftragten zur Auswertung, ohne den Umweg über die jeweilige Praxis. PRO·NON hat im vergangenen Jahr Anstrengungen unternommen, um die Rücklaufquote dieser Einschätzungen und damit deren Verbindlichkeit zu erhöhen. Selbstverständlich ist die Freiwilligkeit der Klientel als oberstes Prinzip zu achten. Es kann daher nur mit Überzeugungsarbeit gelingen, jemanden, der gerade erfolgreich eine Therapie abgeschlossen hat, dazu zu bewegen, dass er uns seine Einschätzung mitteilt. Mit Blick auf die hohe MPU-Erfolgsquote und die geringe Rückfallwahrscheinlichkeit nach einer PRO·NON-Therapie dürfte er kaum in den Genuss der Verbesserungen kommen, die PRO·NON als Reaktion auf seine Einschätzungen vorgenommen hat. Es ist daher an seine Solidarität für die nachkommenden Klienten zu appellieren, in der Hoffnung, dass ihn dies genügend motivieren wird, seine Einschätzung abzusenden. Tatsächlich war die Aktion erfolgreich:
Tabelle 1 fasst die Ergebnisse dieser 170 Fragebögen zusammen. Unterschieden werden:
Tabelle 1: Zufriedenheitseinschätzungen der PRO·NON-Klientinnen und Klienten in Prozent (grün: sehr zufrieden/zufrieden, grau: durchschnittlich zufrieden, rot: unzufrieden/sehr unzufrieden):
Einige Klientinnen und Klienten nutzen die Gelegenheit und teilen am Schluss der Befragung persönliche Gefühle und Eindrücke mit: über die Therapeutinnen und Therapeuten von PRO·NON und über die Dienstleistung insgesamt. Wir haben in den Jahresberichten 2006 und 2007 darüber berichtet. Diese Rückmeldungen sind für uns sehr hilfreich, denn sie bestätigen uns in unserer Qualitätspolitik und sie helfen uns, Verbesserungspotential zu erkennen. Sie sind mittlerweile so umfangreich, dass es mehrere Seiten füllen würde, sie hier abzudrucken. Wir stellen daher lediglich zusammenfassend fest: Die Ergebnisse von Tabelle 1 und die Mitteilungen der Klientinnen und Klienten sind überwiegend sehr positiv. Sie zeigen, dass unsere Anstrengungen zur stetigen Weiterverbesserung der Prozessqualität unserer Dienstleistung erfolgreich sind – so weit das überhaupt noch möglich ist. Ergänzend zur Einschätzung durch die Klientinnen und Klienten sollen noch folgende Fakten die Qualität der PRO·NON Dienstleistung belegen – nicht nur ihre Prozess-, sondern auch ihre Ergebnisqualität: 1. Aufwand: 14 Stunden, verteilt auf 20 WochenDiesen Aufwand hatte, wer im Auswertungszeitraum des Jahresberichts 2010, 2011 die PRO·NON Dienstleistung in Anspruch nahm. Zum Vergleich die Daten der Vorjahre:
Wir stellen also fest, dass es uns gelungen ist, durch Prozessoptimierung für unsere Klientel Zeit und damit auch Geld einzusparen.2. Ergebnisqualität positive MPU: 96%96% unserer Klientinnen und Klienten erhalten nach erfolgreichem Abschluss der PRO·NON Therapie eine positive MPU und damit die Berechtigung zu ungehinderter Mobilität. Zum Vergleich die Daten der Vorjahre:
Die MPU-Erfolgsquoten bewegen sich auf gleich bleibend hohem Niveau trotz der Einsparung an Aufwand für die Klientel. 3. Ergebnisqualität Legalbewährung: 97.3%Von allen ehemaligen Klientinnen und Klienten von PRO·NON werden innerhalb der nächsten 3 bis 5 Jahre nach Wiedererlangung der Fahrerlaubnis höchstens 2.7% wieder rückfällig. Mit anderen Worten:
Auch dazu einige Vergleichszahlen. Die Zahlen unter I. stammen aus Veröffentlichungen über die Rückfallquoten von Klientinnen und Klienten, die an sog. „Kursen zu Wiederherstellung der Fahreignung" (Maßnahmen nach § 70 Fahrerlaubnisverordnung) teilnehmen.
Die Zahlen unter II und III stammen aus einer Veröffentlichung des Kraftfahrt-Bundesamtes in Flensburg1. Erhoben wurde hier das sog. „habituelle Verkehrsrisiko" während eines Beobachtungszeitraumes von einem Jahr. Das habituelle Verkehrsrisiko definiert sich durch a) die Beteiligung an Verkehrsunfällen, b) grob gefährdendes Verkehrsverhalten und c) Missachtungen der Formalbestimmungen zum Gebrauch von Kraftfahrzeugen.
Beim Vergleich dieser Ergebnisse mit den Rückfallquoten ist Folgendes zu beachten:
Unter Berücksichtigung dieser Sachverhalte zeigt der Vergleich der Rückfallquoten mit dem habituellen Verkehrsrisiko, dass auch im Bezug auf die allgemeine Verkehrssicherheit die PRO·NON Dienstleistung die Erwartungen erfüllt. Eine Rückfallquote von 2.7% innerhalb der ersten 3 bis 5 Jahre entspricht durchaus dem habituellen Verkehrsrisiko unbelasteter Verkehrsteilnehmen (s. II), also dem Risiko, das die Gesellschaft zu tragen bereit ist. Damit ergibt sich als Schlussbilanz:
PRO·NON wird alles daran setzen, den erreichten Qualitätsstandard zu halten. 1. Schade, Franz-Dieter, 2005, Lebt gefährlich, wer im Verkehrszentralregister steht? Das Verkehrszentralregister als Prädiktor des habituellen Verkehrsrisikos. Zeitschrift für Verkehrssicherheit, 2005, Heft 1, 7 – 13. |
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